„Die Aufgaben einer KiTa“ ODER „Wann beginnt das Eltern-sein?“

Hach ja, so ein leidiges Thema, mit vielen verschiedenen Meinungen.

Aufgekommen ist das Thema eigentlich nur als Nebensache bei einem Elternabend in der Kita. Die eigentliche Frage war, wann denn welche Ausflüge mit den zukünftigen Schulkindern geplant sind.

Berechtigte normale Frage, die dann aber eine Stunde lang so aus dem Ruder lief, dass der Elternabend quasi beendet wurde.

Also, meine Frage an Euch! Was erwartet Ihr von Eurer Kita?

Erziehung? Regeln lernen? Harmonisches Miteinander? Einsicht? Auf die Kinder eingehen? Individualität? Kreativität? Da fallen mir noch endlos viele Dinge ein, aber diesmal seid Ihr gefragt.

Mal angenommen, Ihr habt einen KiTa-Platz von 8-14 Uhr. Die Kinder haben von 9.30 Uhr bis knapp 12 Uhr „Zeit“, dann gibt es Mittag und von 13-14 Uhr haben sie eine weitere Stunde.

Sprich, täglich 3 1/2 Stunden zum Spielen, Basteln, Toben und Lernen. Was sollte in dieser Zeit gemacht werden? Was erwartet Ihr speziell von den Erziehern?

Ist eine Kita mit rund 20 Kindern im Alter von 3-6 Jahren dafür da, um ihnen die Welt zu zeigen? Zu erklären, ja, aber auch zu zeigen? Ist es machbar, mit 20 Kindern in 2 1/2 Stunden am Vormittag Ausflüge zu machen, die a) anstrengend für die Kleinen sind, b) mehr Aufsicht als 2 Erzieher benötigen und c) die Mehrheit der Kinder auslaugen und überanstrengen würde, als lehrreich und spaßig zu sein? 🤔

Ist eine Kita eine Art „kleine Schule“ oder Vorschule? Sollten wir als Eltern nicht dafür zuständig sein, unseren Kindern die Welt zu ZEIGEN? Sie auf das Leben vorzubereiten?

Es ist einfach gesagt und getan, wenn man seine Verantwortung auf die Erzieher abwälzt, ihnen jederzeit den schwarzen Peter zuschieben kann, wenn zu Hause plötzlich Schimpfwörter auf den Tisch kommen, die eigentlich auf eine rote Liste gehören, wenn das eigene Kind nicht in der Lage ist, anständig mit einem Löffel seine Suppe zu essen, wenn es den Stift „falsch“ hält und und und…..

„Das hat er/sie aus der KiTa!“ höre ich oft von augenrollenden Müttern. Als wäre es etwas Schreckliches, für das man sich entschuldigen müsste.

Dann sitzt der Chaoskeks eben auf der Rückbank und fragt „Mama, war das ein Arschloch-Mann?“, wenn man in der Tiefgarage hubt und leise vor sich hinschimpft. Na und? Ist doch egal! So super finde ich es nun auch nicht, aber meine Güte, Kinder lernen von Kindern, nicht on den Erziehern. Und es ist sicherlich nicht so, dass sie mit einer Liste im Morgenkreis sitzen und sich überlegen, welches schlimme Wort sie denn heute den unschuldigen Kindern beibringen.

Nein, Kinder bringen solche Wörter von zu Hause mit. Und nicht nur das. 🙈

Aber wo beginnt die Eltern-Zeit, dass Eltern-sein?

Kann man von seiner KiTa wirklich verlangen, mit 20 Kindern in ein Museum zu gehen, Übernachtungen zu veranstalten, die Feuerwehr- oder die Polizeistation zu besuchen und dann noch zu jeglichen Feierlichkeiten kreativ zu sein, zu basteln, zu malen, Kekse zu backen und Elterntage zu veranstalten?

Ich denke nicht. Und ich weiß, das ich nicht alleine bin mit diesen Gedanken. Das beste, was eine andere Mama bei dem chaotischen Elternabend gesagt hat, war eine Gegenfrage: „Wann beginnt Ihr denn mit Eltern sein? Wann macht Ihr Ausflüge? Es ist ein 14 Uhr KiTa Platz, ohne Wochenendbetreuung. DANN könnt Ihr solche großen Auflüge mache. Als Eltern, Als Familie. Es ist nicht Aufgabe der Erzieher, den Kindern die Welt zu zeigen!“ PUNKT!

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Also, nehmt Eure Kindern, packt sie ein und macht einen Ausflug. Es sind EURE Kindern. ❤️

Habt ein schönes Wochenende, bis bald, Nadine. 😀

 

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